• 31. Mai 2017

Erfahrungsbericht Jugend & Musik

Erfahrungsbericht Jugend & Musik

Erfahrungsbericht Jugend & Musik 1000 667 Fabian Egger

Ein Erfahrungsbericht über die J&M Module.

von Andreas Joos, TV Lenzburg

Grundmodul

Wie es der Name bereits sagt, ist dies der Beginn der Ausbildung zum Leiter Jugend+Musik. Wenn man das Grundmodul besuchen darf, hat man jedoch bereits eine grosse Hürde geschafft, die Zulassung zum Leiter.

Im Grundmodul wird einem den Aufbau und die Prozesse des Programms Jugend+Musik näher gebracht, welches die Schweizer Bevölkerung mit grossem Mehr 2012 an der Urne angenommen hat. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden anschliessend die nötige Administration selbstständig durchführen können, um die Förderbeiträge bewilligt zu bekommen. Dafür müssen gewisse Regulatorien eingehalten werden.

In einem ersten Teil wurde das ganze Programm Jugend+Musik mit seiner Organisation und dem dahinter stehendem Ausbildungskonzept vorgestellt. Im zweiten Teil konnte der ganze Ablauf in Gruppen anhand von Fallbeispielen erarbeitet werden. So hat man bereits einmal einen Antrag für Beiträge vorbereitet und konnte mit den Verantwortlichen vom Programm die auftretenden Fragen und heikle Punkte besprechen.

Es ergaben sich aber auch sehr spannende Diskussionen mit Leitern aus anderen Bereichen. Auch dort kocht man nur mit Wasser und hat ähnliche Herausforderungen. So konnten die eine oder andere herausfordernde Situation als Leiter mit Gleichgesinnten diskutiert werden und man hat sich gegenseitig wertvolle Tipps gegeben. Alles in allen ein sehr gelungener Tag. Die Reise zum J+M Leiter ist jedoch noch nicht zu Ende…

Pädagogikmodul

Die Reise zum J+M Leitenden geht weiter, mit dem zweiten Modul, dem Pädagogikmodul. Tambouren und Pädagogik…? Brauchen wir das wirklich? Wir müssen doch unserem Nachwuchs einfach das Trommeln beibringen.

So einfach ist es jedoch nicht. Der Erfolg beim Erlernen eines Instrumentes ist von der Art der Vermittlung abhängig, oder anders gesagt, von der Pädagogik. Dies wurde uns bereits sehr früh im Pädagogikmodul auf eindrückliche Weise dargestellt. Es sind oft sehr einfache Tricks, um den Effekt beim Lernen zu steigern. Ein Beispiel gefällig? In der Vorstellungsrunde erzählte jeder wer er ist und was er musikalisch macht. Wen verwundert es, nach der dieser Runde konnten sich die meisten nicht mal ein Viertel aller Namen merken. Bald darauf wurde eine zweite Vorstellungsrunde durchgeführt, bei welcher jedoch eine zusätzliche Klatsch-Übung eingebaut wurde. Und siehe da, durch diese Klatsch-Übung war bei allen die Konzentration höher und es konnten sich alle mehr Namen markant merken als noch in der ersten Runde.

Diese eher untypische Form von Unterricht hat sich durch die beiden Tage durchgezogen. Viele neue Ideen wurden aufgezeigt und immer wieder durch kleine Theoriesequenzen, angereichert. Beispielweise wurde ganz bewusst auf den Unterschied im Lernverhalten zwischen Jugendlichen und Kindern eingegangen (ja, den gibt es tatsächlich).

Wie auch im Grundmodul war die Gruppe hier bunt gemischt, was ein toller Erfahrungsaustausch, auch verbandsübergreifend, ermöglichte. Dafür wurde auch bewusst Zeit eingeplant, um anhand von Fallbeispielen der Teilnehmenden wertvolle Erfahrungen ziehen zu können. Ich kann allen die Teilnahme ans Herz legen, es waren zwei tolle Tage mit drei sehr kompetenten Dozenten.

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